Geschichte des Hauses

100 Jahre Bodenschneidhaus
Seit 1896 ist lt. einer Karte des Vermessungsamtes Miesbach am heutigen Standplatz, ein Grundstück mit einem Gebäude darauf dokumentiert. Es stand inmitten der Alm, welche einem Johann Oppenrieder aus Au bei Bad Aibling gehörte. Der Alpenclub München ( von 1889) kaufte im Jahre 1908 dieses Flurstück samt Gebäude. Urkunden des Staatsarchivs München belegen, dass bereits der Vorbesitzer ein kleines, privates Unterkunftshaus betrieben hat.

Das Haus enthielt eine Küche an der Stelle, wo heute die Schänke ist, ein Zimmer für den Pächter an der Stelle des heutigen Sektionsstüberls, eine Gaststube und einige, wenige, niedrige Lager unter dem Dach. Auf der Südseite befanden sich einfache sanitäre Anlagen.

Als Haus im Vereinsbesitz kann man das Bodenschneidhaus also erst ab 1908 bezeichnen.

Die damals offene Veranda wurde vom Verein in Eigenarbeit geschlossen, auch ein Zukauf von Grund fand in den Jahren 1914 – 1915 statt, auf dem man im Jahre 1916 das heutige Haupthaus baute. In diesem, schon damals zentralbeheizten Neubau, befinden sich bis heute die Küche, Speisekammer, Pächterwohnung, Keller-Lagerraum sowie ein zweiter Kellerraum. Im ersten und zweiten Stock gab es 7 Zimmer und 24 Schlafplätze in Lagern. Zum Waschen diente ein Waschbecken im Flur im 1. Stock.

Später, jedoch ohne Jahreszahlangabe, fügte man an der Westseite noch einen Holzzubau hinzu, welcher als Lagerraum und Waschküche bis heute noch dient.

Im Jahre 1955 schlossen sich die Sektionen Alpenclub und Würmgau zusammen und nannten den Verein nun Sektion Bodenschneid.

Nachdem, Ende der 50er-Jahre, die sanitäre Situation immer prekärer geworden war, entschloss man sich in Eigenarbeit das Dach des Kernbereichs, also der Uralthütte, auf der Südseite zu heben. Dies geschah im Jahre 1960 – dabei entstanden zwei Waschräume, 2 Toiletten, 1 Lagerraum und ein Zimmer. Gleichzeitig wurden die alten Toiletten auf der Südseite abgebrochen und eine Klärgrube erstellt. Im Jahre 1965 hob man zusätzlich noch das Dach im nördlichen Teil des Uraltbaus und gewann damit 3 Zimmer und ein Lager. Seitdem verfügt das Haus über etwa 17 Betten in Zimmern und 31 Schlafplätze in Matratzenlagern.

Ebenfalls erneuert wurde noch das „Gaststättensalettl“, die ehemalige Veranda, sodass eine zweite, helle Gaststube entstand.

In den 80er Jahren baute man aus feuerschutzrechtlichen Gründen am Haupthaus im Süden und im Norden hölzerne Balkone inklusive Abstiegsleitern.

Dank der Initiative von Malermeister Georg Alt wurde das Haus noch mit Lüftlmalereien verziert. Bei einer Fahrt ins Tal kam er durch einen Autounfall ums Leben. Sein angefangenes Werk, der skizzierte HL. Florian an der Talseite, vollendete schließlich Hans Humbert.

Mehrere Erneuerungen mussten in den letzten Jahren durchgeführt werden. Unter anderem eine biologische Dreikammerkläranlage, Neubau des Aggregathäuserl nach einem Brand, Umrüstung von Dieselaggregat auf Gasaggregat, Zubau einer Photovoltaik-Anlage, eines Trockenraumes, Erneuerung der Wasserreserven, Entkeimungsanlage etc.

Ein kompletter Umbau der Wirtschaftsräume, der Küche und des Schankbereichs sowie der Toilettenanlagen im Erdgeschoß und im 1. Stock wurde im Frühjahr - Sommer 2011 durchgeführt.
Das Jennerwein-Lied
Ein stolzer Schütz in seinen schönsten Jahren, Er wurde weggeputzt von dieser Erd, Man fand ihn erst am neunten Tage Bei Tegernsee am Peißenberg. Auf den Bergen ist die Freiheit, Auf den Bergen ist es schön, Doch auf so eine schlechte Weise Musste Jennerwein zugrunde gehen! Das ganze Lied
Hüttenpackliste:
  • Schlafsack oder Hüttenschlafsack
  • Hüttenschuhe/Hausschuhe
  • Taschenlampe
  • Waschzeug, Kleidung zum Wechseln
  • Müllbeutel für mitgebrachten Abfall